Ursachen

Eine Unreife Pfanne bei der Geburt beruht auf einer anlagemäßigen Verzögerung des Reifungsprozesses. Die Reifung besteht in einer Verknöcherung der ursprünglich nur knorpelig ausgebildeten Pfanne. Diese Verknöcherung verläuft individuell ganz unterschiedlich schnell und hat entsprechend bei der Geburt auch ein unterschiedliches Stadium erreicht. Grundsätzlich ist diese Reifungsverzögerung vollständig aufholbar, wenn nach der Geburt sofort Maßnahmen ergriffen werden, die eine weitere Reifung ermöglichen.

In der Reifung gestörte Hüftgelenkspfannen sind entweder solche Pfannen, die vor der Geburt in der Gebärmutter bei Steißlagen mit hochgeschlagenen Beinen durch die abnorme Beinlage mechanisch geschädigt worden sind oder solche, die nach der Geburt durch fehlerhafte Lagerung der Kleinen entstehen (relativ selten). Auch diese in der Reifung gestörten Pfannen können bei frühem Therapiebeginn völlig ausheilen.

Die günstigste Reifungsstellung ist die Position, welche die Beine beim Tragen der Kinder am Körper der Mutter mit Tragegurt einnehmen.
(Sitz – Hock – Stellung)

Ursachen der Ausrenkung sind die Kräfte, welche die Beine aus der Reifungsposition hinausdrängen wollen, wenn die Pfannen noch nicht genügend verfestigt sind (z.B. längere Zeit eingenommene Bauchlage). Außerdem spielt eine hormonell bedingte Lockerung der Gelenke eine Rolle. Die besondere Häufung des Leidens bei Mädchen beruht auf einer solchen. Um das Gewebe des Geburtskanals weich und dehnbar zu machen, werden am Ende der Schwangerschaft vermehrt weibliche Hormone gebildet Diese können zum Teil auf das Kind übertreten und dessen Gelenke locker machen. Wirksam wird das vorwiegend bei Mädchen. Solche physiologisch lockere Gelenke sind natürlich besonders anfällig für die Kräfte, die eine Luxation auszulösen vermögen.

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