Häufigkeit

Die ausgeprägte Luxation, Ausrenkung, der Hüftgelenke, fand sich in Mitteleuropa, als es noch keine Früherfassungsmaßnahmen gab, von regionalen Ausnahmen einmal abgesehen, zwischen 0,7 und 2 pro mille der Kinder, bei Mädchen 4 mal häufiger als bei Knaben. Bei der Geburt unreife Hüftgelenkspfannen, die grundsätzlich die Basis für eine Luxation darstellen, gibt es wesentlich häufiger. Das hängt damit zusammen, dass in einem großen Prozentsatz noch nach der Geburt spontan eine weitere Ausreifung erfolgen kann. Der Ausreifungszustand der Hüftgelenkpfannen bei der Geburt ist individuell ganz unterschiedlich

R. GRAF hat sonographisch verschiedene Reifestadien unterschieden und daraus Schlüsse darüber gezogen, ob Behandlungsbedürftigkeit besteht oder erst beobachtet werden kann.

Die Häufigkeit unreifer Pfannen wird in Prozenten angegeben, zwischen 1 und 2 %, öfters noch viel höher! Das bedeutet, dass zw. 5 und 25 mal häufiger eine Hüftdysplasie diagnostiziert und behandelt wird als es Hüftluxationen vor den Früherkennungsbemühungen gab.

Als man sich vor der Einführung der Hüftsonographie auf das Ortolanizeichen (s.Glossar) verließ, kamen z.T. noch wesentlich höhere Zahlen heraus!

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